Kartenzahlsystem

Ein Kartenzahlsystem (wie z. B. vom Paytec) dient der Bezahlung von Waren und Dienstleistungen mit EC-Karten oder Kreditkarten. Die Zahlungsweise ist international üblich und nimmt immer weiter zu. Das System mit der häufigsten Nutzung im deutschsprachigen Raum ist Electronic Cash. Die Zahlung wird auf elektronischem Wege vorgenommen. Die Terminals, die für das Lesen der Karten benötigt werden, sind mit einer entsprechenden Hard- und Software ausgestattet.

Definition Kartenzahlsystem
Ein Kartenzahlsystem dient dem Bezahlen ohne die Verwendung von Bargeld. Kunden können ihre Geldkarten nutzen und sie über ein sogenanntes Electronic Cash Terminal zur Abwicklung einer Zahlung verwenden. Die meisten Einzelhändler bieten die Möglichkeit dieser Bezahlart an, und mehr als 40 Prozent aller Käufer nutzen ein Kartenzahlsystem, um ihre Einkäufe zu begleichen. Bereits bei Betreten der meisten Geschäfte wird den Kunden die Möglichkeit zur Kartenzahlung angezeigt. Zugehörige erklärende Piktogramme informieren über die jeweiligen Modalitäten.

Ein System zur Kartenzahlung funktioniert elektronisch und computergesteuert. Es prüft die zur Zahlung eingegebene Karte auf Gültigkeit und interagiert dabei mit einem zugehörigen Rechenzentrum. Dieses autorisiert den zu zahlenden Betrag sofern die Karte gültig ist und zusätzliche Kriterien, die mit dem jeweiligen System verbunden sind, erfüllt sind. Für die Nutzung einer Kartenzahlung muss der Kunde selbst keine zusätzlichen Gebühren zahlen. Diese sind grundsätzlich vom Einzelhändler beziehungsweise Inhaber des Bezahlterminals zu entrichten.

Verschiedene Systeme
Im Handel kommen unterschiedliche Versionen des bargeldlosen Zahlens zum Einsatz. Der Kunde hat darauf keinen Einfluss, es obliegt allein dem Händler beziehungsweise Verkäufer, sich für eine Version zu entscheiden. Beim Elektronischen Lastschriftverfahren (ELV) wird die Karte des Kunden in das Terminal eingesetzt. Die Daten werden erfasst, ein Kaufbeleg wird ausgedruckt und vom Inhaber der Karte unterschrieben. Abschließend ist der Händler verpflichtet, die erhaltene Unterschrift mit der auf der Rückseite der Karte befindlichen Signatur auf Übereinstimmung zu prüfen. Bei diesem Verfahren findet keine Gegenkontrolle bei der Bank des Kunden statt, ob das Konto für die Zahlung ausreichend gedeckt ist.

Beim Vorgang des Electronic Cash Bezahlens hingegen gibt der Kunde eine persönliche PIN Nummer (Geheimzahl) in das Terminal ein. Diese führt im Zusammenhang mit dem auf der Karte befindlichen Chip zu einer Anfrage seitens des Händlerterminals bei der Autorisierungsabteilung der Bank des Kunden. Bei einer ausreichenden Deckung des Kontos wird die Zahlung freigegeben.

Technische Optionen
Für die Nutzung der elektronischen Kartensysteme kommen mobile und stationäre Geräte in Frage. Mobilsysteme funktionieren drahtlos und verbinden sich mittels WLAN oder auch Bluetooth mit der Basis zur Abwicklung der Zahlung. Sie kommen bei Mitarbeitern im Außendienst zur Anwendung oder bei Zahlvorgängen, die an wechselnden Plätzen stattfinden, beispielsweise in einem Restaurant oder bei einer Taxifahrt. Stationäre Bezahlsysteme hingegen sind fest installiert und in der Regel einem konkreten Platz zugeordnet, beispielsweise einer Kasse in einem Geschäft.